Warum werden wir Bürger immer wieder mit falschen Zahlen abgespeist? Warum wagt niemand, alle Fakten offen auf den Tisch zu legen?

Hier einige allgemeine Erklärungen

Wir, die Vertrauensleute des Bürgerentscheids, haben uns tief durch die Unterlagen gearbeitet – und was wir dabei gefunden haben, lässt uns sprachlos zurück. Offiziell spricht die Gemeinde von 17,1 Millionen Euro bis zur Fertigstellung der Kramer-Mühle. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Bereits 2015 begann die Kostenlawine mit dem Kauf des Mühlenareals (536.500 € nach Abzug des Zuschusses). Es folgten Gutachten, Wettbewerbe, Bürgerwerkstätten und Planungen, also insgesamt Kosten  in Höhe von über 876.500 € – Ausgaben, die unter den Tisch fallen.

Und was fehlt noch alles in den offiziellen Zahlen?

– Küchen, Möbel, Veranstaltungstechnik, Hotelzimmer, Trauzimmer – kurz: alles, was das Gebäude überhaupt erst nutzbar macht.

Selbst vorsichtig geschätzt sind das weitere 700.000 €.

Damit liegen die tatsächlichen Kosten schon heute bei 18,676 Mio. Euro. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: denn laut den bisherigen Abrechnungen liegen viele Gewerke schon 15 % über den veranschlagten Preisen. Rechnet man diese Steigerungen auf die noch ausstehenden Aufträge hoch, summiert sich alles auf rund 19,85 Millionen Euro.

Das sind keine Panikzahlen – das sind Fakten. Zahlen, die nachvollziehbar belegt sind. Zahlen, die im Gegensatz zu den beschönigenden Broschüren ehrlich sind.

Nach den Grundsätzen des kommunalen Haushaltsrechts (NKHR) zählen für Abschreibung und Kalkulation alle Herstellungskosten, also inklusive Zuschüsse.

Wer von 11,6 Millionen spricht, verschweigt die halbe Wahrheit.

Bei einer realistischen Baukostensumme von gerundet 20 Millionen Euro ergeben sich jährliche Abschreibungskosten von 400.000 € und kalkulatorische Zinsen von 255.000 €. Dazu kommen mindestens 216.000 € Betriebskosten – nachgewiesen durch einschlägige Fachquellen wie fm.benchmarking, rotermund.ingenieure oder RealFM.

In Summe also 871.000 € jährlich. Die Gemeinde aber rechnet mit nur 672.000 €.

Das ist eine Differenz von 199.000 € im Jahr – alleine diese Differenz ergibt in 50 Jahren knapp 10 Millionen Euro Mehrbelastung für uns Bürger. Die echte Belastung: 43.550.000 €

Wir sprechen nicht von Fantasiezahlen. Wir sprechen von nachprüfbaren, sachlich belegten Fakten.

Natürlich – der vorübergehende Baustopp allein wird unseren Haushalt nicht retten. Aber er schützt uns davor, weiteres Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen. Geld, das unseren Schulen, Vereinen, Kindergärten oder unseren Gebührenzahlern zugutekommen könnte. Jahrzehntelang war das Prinzip klar: Überschüsse halfen, Gebühren zu senken. Gestern und Heute dienen fehlende Rücklagen als Begründung für Gebührenerhöhungen.

Und während andere Kommunen längst Wege gefunden haben, z.B. Kindergartengebühren zu erlassen, steigen bei uns die Beiträge – weil das Geld anderswo verschwindet.

Schließlich wird uns immer wieder das Gespenst der Regressforderungen und der Rückzahlung von Fördergeldern vorgehalten. Doch auch hier wird bewusst vernebelt: Laut Schreiben vom Regierungspräsidium handelt es sich dabei nicht um feststehende Tatsachen, sondern um „höchstwahrscheinliche“ Risiken – juristisch ein Hinweis auf Ungeklärtes, Unsicheres, nicht auf Gewissheit.

Wir sagen: Schluss mit der Angst – und vor allem Schluss mit der Intransparenz.

Wir fordern ehrliche Zahlen, offene Kommunikation und endlich die Wahrheit über die tatsächlichen Kosten der Kramer-Mühle.

Denn nur, wer die Realität kennt, kann verantwortungsvoll entscheiden.

St. Leon-Rot hat Besseres verdient als halbe Wahrheiten. 

©2026 Andreas Frey. Alle Rechte vorbehalten.

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