Wir, die Vertrauensleute des Bürgerentscheids zeigen auf, was tatsächlich auf uns zukommt.
Detailierter Berechnungsnachweis unserer Zahlen
In der Infobroschüre der Gemeinde werden folgende Zahlen genannt: Kosten bis zur Fertigstellung: 17,1 Mio
Aber verschwiegen werden:
2015 Kauf des Mühlenareals (Gemeindeangabe: 1.450.000), Zuschuß abgezogen..................................536.500,00 €
2016 Planungs-, Gutachter- und Machbarkeitsstudien 80.000,00 € (oben enthalten)
2017 Bürgerbeteiligung / Bürgerwerkstatt und Prozesskosten................................................................100.000,00 €
2021 Architekturwettbewerb und Preisgelder / Honorare.......................................................................240.000,00 €
Ergibt in Summe:..................................................................................................................876.500,00 €
Weiterhin fehlen in der, von der Gemeinde und dem Architekten genannten Summe, folgende Kosten:
- die zukünftige Profi-Küchenausstattung
- die erforderliche Möblierung
- die geplante Veranstaltungstechnik
- die Ausstattung der Hotelzimmer/Übernachtungszimmer
- die Ausstattung der Veranstaltungsräume
- die Möblierung vom Trauzimmer
- Und deren mehr
Vorsichtig geschätzt ca. .............................................................................................................................700.000,00 €
Das alleine ergibt in Summe schon: 17,1 Mio + 876.000 € + 700.000 € = ...........................................18.676.000 €
Nicht erwähnt werden die Massen- und Preissteigerungen, die bereits jetzt bei den abgerechneten Aufträgen zum Tragen kommen.
Ein Beispiel für die Steigerung der Kosten:
KG 300, in Auftrag, ursprünglich geschätzt auf 3.807.739,57 €, aktuell beauftragte Summe: 4.371.446,90 € = 15% Steigerung
Laufende/abgerechnete Aufträge der KG 400 liegen schon ca. 15% über den beauftragten Kosten
Laut Aufstellung Architekt vom 31.12.2025 sind noch zu beauftragen:
KG 300.................................................................................................3.169.906,61 €
KG 400..................................................................................................4.627.570,55 €
Zukünftige geschätzte Auftragssumme lt. Architekt: ...........................7.797.467,71 €
Kommen Preis- und Massensteigerung wie bisher dazu: 15% = ............1.169.621,51 €
Damit würde sich, unter Zugrundelegung der Kostenschätzung des Architekten und der tatsächlichen Kosten- und Massensteigerungen, inkl. der Erbwerbskosten und der Inneneinrichtung, etc., eine voraussichtliche Bausumme in Höhe von ergeben: 1.169.621,51 € + 18.676.000 €.........................19.845.621 €
Das sind die Herstellungskosten der Kramer-Mühle und diese werden für die Abschreibung und für die sonstigen kalkulatorischen Kosten herangezogen ( NKHR-Grundsatz). Nicht die im Flyer oder von verschiedenen Parteien immer wieder genannten 11,6 Mio. Wer sich mit solchen Zahlen brüstet, sollte entweder mal mit unserem Kämmerer reden, der gerne erklärt wie sich die abschreibungsfähigen Kosten zusammen setzen (Mail vom 20.01.2026: …. die Gemeinde wird die entsprechenden Zuschüsse genauso aktivieren, wie die Ausgaben für den Bau ...)
Um die Rechnung zu vereinfachen, haben wir gerundet: Baukosten 20 Mio / 50 Jahre ergeben 400.000 €/Jahr und nicht wie im Gemeindeflyer aufgeführt 232.000 €. Damit wird ersichtlich, dass die kalk. Zinsen in Höhe von 2,5% auch ungleich höhere Zahlungen erfordern: ca. 255.000 € / Jahr (vereinfachte lineare Berechnung).
Dazu kommen jetzt die „normalen Unterhaltskosten“. Hier hat die Gemeinde ca. 150.000 € / Jahr angesetzt. Diese Zahl können wir nicht nachvollziehen. Bei ca. 3.000 qm (nach unten gerundet) würden so anfallen:
................................................................................................................150.000€ / 3.000 qm = 50 € pro qm pro Jahr
Einschlägige Institute und Organisationen, die sich mit der Berechnung der FM-Kosten beschäftigen (fm.benchmarking, RealFM, rotermund.ingenieure, mit Vergleichsflächen in einer Größenordnung von ca. 123 Mio qm bewirtschafteten Gebäudeflächen in D, um nur einige zu nennen) gehen im absolut untersten Bereich, Bauwerk frisch und gut renoviert/saniert, hohe Wärmedämmung, optimale Versorgungslage etc.) von
ca. 6€ / qm pro Monat aus. Das ergeben, wiederrum nach unten gerundet:
.................................................................3.000qm * 6€/qm Monat = 18.000 € / Monat = 216.000€ im Jahr.
Wenn man nun diese Zahlen addiert, kommen tatsächliche jährliche Kosten in Höhe von:
AfA: 400.000€
Zinsen: 255.000€
FM-Kosten: 216:000€
In Summe: 871.000€
Echte Kosten, nicht von der Gemeinde schöngerechnete 672.000 €.
Eine Differenz in Höhe von 871.000€ - 672.000€ = 199.000€/Jahr.
Auf 50 Jahre hochgerechnet, ergibt allein diese Differenz eine Mehrbelastung von 9.950.000€ die die Bürger von St. Leon zusätzlich bezahlen müssten.
Nehmen wir die tatsächlichen Kosten, sind das in 50 Jahren: 871.000 €/Jahr x 50 Jahren = 43.550.000 €
Alle Zahlen können jederzeit nachgelesen und nachvollzogen werden. Einschlägige Literatur und Vorschriften beweisen unsere Aussagen.
Ja und das haben wir immer wieder betont. Ein vorübergehender Stopp des weiteren Ausbaus der Kramer-Mühle rettet alleine nicht unseren Haushalt. Ja, auch die Erhöhungen der Gebühren sind nicht Kausal mit der Kramer-Mühle verbunden. Aber, man kann auch Gebühren senken bzw. bezuschussen, wenn man gutes Geld in der Hinterhand hat. Das war gelebte Praxis in den letzten Jahrzehnten. Gelder, bei den Bürgern eingesammelt, wurden den Bürgern gutgeschrieben, senkten so die Gebühren. Vereine, Schulen, Kindergärten etc. profitierten von guten Einnahmen und Rücklagen. Als die Einnahmen zurück gingen, siehe die Haushaltssperre, hat man die fehlenden Gelder als Argumentation dazu genutzt, die Gebühren und Beiträge zu erhöhen. Und da besteht kein unmittelbarer Zusammenhang? Einzelne Gemeinderäte beklagen, wir liegen, was Gebührenhöhe etc. angeht ganz weit unten. Fast alle umliegenden Gemeinden erheben höhere Gebühren. Tolle Interessenvertreter von uns Bürgern. Statt dem Bürger Gutes zu tun, erhöht man die Gebühren, machen ja alle. Keiner weist darauf hin, dass es auch anders geht. Es gibt viele Bundesländer und Gemeinden in der Nähe, die verlangen z.B. keine Kindergartengebühren! Wäre das nicht mal ein schönes Beispiel für Bürgernähe?
Immer wieder wird uns das Schreckgespenst der Regressforderungen aufgetischt. Auch hier werden Wahrheiten verschleiert. Regressforderungen vom Architekten und Ing. Büro rühren aus dem Stopp der Mediathek her. Und die hat mehrheitlich der Gemeinderat gestoppt. Man sollte doch auch diese Tatsache ehrlich kommunizieren.